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Woraus Dividenden gezahlt werden

· 5 Min. · für Einsteiger

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Woraus Dividenden gezahlt werden — Grundlagen der Geldanlage

Dividenden werden aus dem Nettogewinn gezahlt – allerdings nicht aus jenem, der im Konzernabschluss der Gruppe steht, sondern aus dem Gewinn der Aktiengesellschaft selbst nach russischen Rechnungslegungsstandards, der nach Steuern verblieben und im festgestellten Abschluss bereits festgeschrieben ist. Das russische Gesetz „Über Aktiengesellschaften“ benennt diese Quelle ausdrücklich: Artikel 42 erlaubt die Zahlung aus dem Nettogewinn, bei Vorzugsaktien zusätzlich aus eigens dafür gebildeten Fonds. Alles andere, was gewöhnlich für die Quelle der Ausschüttung gehalten wird – Umsatz, operativer Cashflow, Guthaben auf den Konten –, ist keine Quelle. Daraus ergibt sich auch die größte Überraschung für den Leser: Ein Unternehmen mit Gewinn kann die Zahlung auslassen, ein Unternehmen mit Verlust kann dagegen zahlen.

Gewinne früherer Jahre – dieselbe Quelle

Der Nettogewinn muss nicht der Gewinn des letzten Jahres sein. Der Gewinnvortrag aus früheren Jahren sammelt sich im Eigenkapital an, und die Hauptversammlung ist berechtigt, für die Ausschüttung ihn heranzuziehen und nicht das Ergebnis der Berichtsperiode. Genau so erklären sich Ausschüttungen in einem Verlustjahr: Der Verlust schmälert den angesammelten Gewinn, doch solange diese angesammelte Größe positiv ist, bleibt die rechtliche Quelle erhalten. Auch der umgekehrte Fall kommt vor – Gewinn ist vorhanden, ein Ausschüttungsbeschluss wird aber nicht gefasst, weil der Verwaltungsrat empfohlen hat, ihn in die Entwicklung oder in die Tilgung der Verschuldung zu lenken.

Prüfen sollten Sie das nicht in der Pressemitteilung, sondern in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung – am bequemsten sehen Sie beide im Bereich Finanzberichte der Emittenten ein, während die angekündigten Beschlüsse und Termine im Dividendenkalender zusammengestellt sind.

Gewinn ist nicht Geld

Der Nettogewinn wird periodengerecht ermittelt: Ein bereits erfasster Umsatz kann vom Käufer noch unbezahlt sein, und eine Neubewertung von Vermögenswerten oder eine Kursdifferenz erhöhen den Gewinn, ohne dass dahinter auch nur ein Rubel an Zuflüssen steht. Deshalb sind die rechtliche Möglichkeit zu zahlen und die tatsächliche Fähigkeit zu zahlen verschiedene Dinge. Das Geld für die Ausschüttung nimmt das Unternehmen aus der Kasse, aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien oder aus dem Verkauf von Vermögenswerten. Die Lücke zwischen diesen zwei Ebenen bringt alles hervor, was im Folgenden aufgeführt ist.

Dividenden auf Kredit

Übersteigt die angekündigte Summe den freien Cashflow, wird die Differenz mit Fremdmitteln gedeckt – das sind Dividenden auf Kredit. Rechtlich ist das einwandfrei: Quelle bleibt der Nettogewinn, der Kredit sorgt lediglich für die nötige Kasse. Wirtschaftlich handelt es sich um eine Verlagerung: Die Verschuldung und ihr Schuldendienst bleiben im Unternehmen, nachdem die Ausschüttung an die Aktionäre abgeflossen ist. Wie tragfähig ein solches Vorgehen ist, lässt sich an der Entwicklung der Schuldenlast ablesen und daran, ob sich die Praxis von Jahr zu Jahr wiederholt. Bewertungsmultiplikatoren sagen hier für sich genommen wenig aus, es ist aber nützlich, sie im Blick zu behalten – zum Beispiel 3,77 für {{instrument:SBER}}.

Die Holding zahlt aus dem, was die Töchter nach oben abgeführt haben

Die Muttergesellschaft einer Gruppe hat häufig fast keinen eigenen Umsatz: Werke, Banken und Filialnetze gehören den Tochtergesellschaften. Der Gewinn der Holding im Abschluss nach russischen Standards entsteht überwiegend aus den erhaltenen Dividenden der Tochtergesellschaften. Die Ausschüttung der oberen Ebene hängt also von den Beschlüssen der unteren ab: Solange die Tochter ihre Dividenden nicht beschlossen und überwiesen hat, verfügt die Mutterstruktur über keine Quelle. Das führt zu einer Verzögerung und schafft zusätzliche Weichenstellungen – Minderheitsaktionäre der Tochter, regionale Beschränkungen, Verpflichtungen aus ihrer eigenen Verschuldung.

Wann die Zahlung verboten ist

Artikel 43 zählt Beschränkungen auf, die unabhängig davon gelten, ob Gewinn vorhanden ist. Eine Ausschüttung darf nicht beschlossen werden, wenn das Grundkapital nicht vollständig eingezahlt ist, wenn die Gesellschaft Anzeichen einer Insolvenz aufweist oder diese infolge der Ausschüttung eintreten würden, sowie dann, wenn der Wert des Nettovermögens geringer ist als die Summe aus Grundkapital und Reservefonds. Gesondert ist es untersagt, auf Stammaktien zu zahlen, solange die Höhe der Ausschüttung auf Vorzugsaktien nicht festgelegt ist. Deshalb ist die Formulierung „der Verwaltungsrat hat empfohlen“ noch keine Ausschüttung: Zwischen der Empfehlung, dem Beschluss der Hauptversammlung und der tatsächlichen Überweisung bleibt Raum für eine Rücknahme.

Hinterlegungsscheine und Zwischenausschüttungen

Wird das Wertpapier in Form eines Hinterlegungsscheins gehandelt, bleibt die Quelle dieselbe, der Weg des Geldes aber ändert sich: Die Zahlung läuft über die Depotbank, und es kommen deren Gebühren und die Währungsumrechnung hinzu – so funktionieren Dividenden auf Hinterlegungsscheine. Ausschüttungen für ein Quartal oder ein Halbjahr, die Zwischendividenden, werden aus dem Gewinn der Periode geleistet und deshalb häufiger nach dem Jahresergebnis korrigiert. Und auf dem Konto kommt die Summe um die Steuer vermindert an: Der Mechanismus des Einbehalts wird im Beitrag über die Steuer auf Dividenden erläutert, die Rechtsgrundlage der Berechnung ist 13 %.

Worauf vor der Ausschüttung zu achten ist

Die Abfolge ist kurz. Schritt 1: Suchen Sie im Abschluss den Gewinnvortrag – gibt es überhaupt eine Quelle? Schritt 2: Gleichen Sie die angekündigte Summe mit dem Cashflow ab – reicht die Kasse ohne neue Verschuldung? Schritt 3: Sehen Sie nach, ob die Gesellschaft an die Beschränkungen des Artikels 43 stößt. Schritt 4: Prüfen Sie die Struktur – zahlt das Unternehmen mit eigenem Geld oder wartet es auf Zuflüsse von den Tochtergesellschaften? Die nächsten angekündigten Ausschüttungen: {{dividend_calendar|limit=5}}.

Was dieser Beitrag nicht enthält und nicht enthalten kann, ist eine Prognose der konkreten Summe. Die Dividendenpolitik gibt eine Orientierung vor, doch die Entscheidung trifft die Hauptversammlung, und die Quelle der Ausschüttung wird anhand der Tatsachen geprüft, nicht anhand eines Versprechens. Das Profil eines Wertpapiers und die Historie seiner Ausschüttungen finden Sie im Bereich Aktien und in der Dividendenübersicht; unbekannte Begriffe sind im Glossar erläutert.

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Der Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.

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