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Delisting: Was passiert, wenn ein Wertpapier vom Handel genommen wird

5 Min. · für Einsteiger

Automatisch erstellter Beitrag · Redaktion TradeAlmanacDer Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.

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Delisting: Was passiert, wenn ein Wertpapier vom Handel genommen wird — Grundlagen der Geldanlage

Delisting bedeutet die Einstellung des Börsenhandels mit einem Wertpapier, nicht die Annullierung des Wertpapiers selbst. Die Aktie bleibt in Ihrem Depot, die Aktionärsrechte bleiben bestehen, aber es verschwindet das, was sie bequem gemacht hat: das Orderbuch der Börse, in dem jederzeit die Order irgendeines Marktteilnehmers steht. Deshalb lautet die praktische Frage beim Delisting nie „Wie viel habe ich verloren?“, sondern immer „Über welchen Mechanismus kann ich jetzt aussteigen, und nach welchem Verfahren muss man mich auszahlen?“.

Wer das Delisting anstößt und aus welchen Gründen

Der Anstoß kommt entweder vom Emittenten selbst oder von der Börse. Der Emittent entscheidet sich für das Delisting, wenn sich der Status als börsennotierte Gesellschaft nicht mehr rechnet: Die Kontrolle liegt gebündelt bei einem Großaktionär, die Offenlegung und die Aufrechterhaltung der Notierung kosten Geld, und Kapital am Markt aufzunehmen plant das Unternehmen nicht mehr. Hierher gehören auch Umstrukturierungen, Fusionen und der Wechsel der Jurisdiktion, bei denen die alte Emission erlischt und an ihre Stelle eine neue tritt.

Die Börse schließt ein Wertpapier zwangsweise aus, wenn der Emittent die Anforderungen nicht mehr erfüllt: Er legt keine Finanzberichte offen, hat die erforderlichen Parameter für den Notierungsteil der Liste verloren oder befindet sich in einem Insolvenzverfahren. Vor dem Ausschluss wird das Wertpapier in der Regel zunächst in den nicht notierten Teil der Liste überführt – das ist eine Zwischenstufe, und für den aufmerksamen Inhaber dient sie als Warnung. Solche Ereignisse verfolgt man bequemer nicht über nacherzählte Nachrichten, sondern über den Ereigniskalender und den Strom der Pflichtmitteilungen.

Wie aus dem Beschluss ein Datum wird

Das freiwillige Delisting von Aktien ist Sache der Hauptversammlung der Aktionäre, und es wird mit qualifizierter Stimmenmehrheit beschlossen, nicht mit einfacher. Danach stellt der Emittent einen Antrag bei der Börse, und die Börse veröffentlicht eine Mitteilung mit dem Datum der Handelseinstellung. Zwischen dem Beschluss und dem letzten Handelstag liegt ein Zeitraum, und genau er ist Ihr Fenster zum Handeln: Solange der Handel läuft, lässt sich das Wertpapier auf dem üblichen Weg über den Markt verkaufen, mit der gesamten Mechanik, die im Beitrag darüber beschrieben ist, wie ein Börsengeschäft aufgebaut ist.

Ein wichtiger Vorbehalt: In diesem Fenster verschlechtert sich die Liquidität meist schon im Voraus. Die großen Marktteilnehmer gehen zuerst, der Spread weitet sich aus, und die Verpflichtungen des Market-Makers können zusammen mit dem Status des Wertpapiers enden. Ein „zum Marktpreis“ verkauftes Volumen drückt in einem solchen Moment stärker auf den Kurs als in ruhigen Zeiten – das ist genau jene Abhängigkeit, der eine eigene Analyse gewidmet ist: Liquidität bemerkt man erst, wenn sie zu Ende geht.

Das Recht, den Rückkauf zu verlangen

Beim freiwilligen Delisting gibt das russische Gesetz „Über Aktiengesellschaften“ den Aktionären das Recht, von der Gesellschaft den Rückkauf ihrer Aktien zu verlangen – Artikel 75. Das Recht entsteht für diejenigen, die gegen den Beschluss gestimmt oder an der Abstimmung nicht teilgenommen haben; wer dafür gestimmt hat, erhält es nicht. Den Rückkaufpreis legt der Verwaltungsrat fest, jedoch nicht unter der Bewertung eines unabhängigen Gutachters, und für börsennotierte Wertpapiere bindet das Gesetz ihn an den volumengewichteten Durchschnittskurs über einen festgelegten Zeitraum vor der Ankündigung. Das Verlangen ist innerhalb der im Gesetz festgeschriebenen Frist geltend zu machen, und wer die Frist versäumt, verliert das Recht – das ist keine Formalität, die sich später nachreichen lässt.

Das Gesamtvolumen des Rückkaufs ist auf einen Anteil am Nettovermögen der Gesellschaft begrenzt; werden mehr Forderungen angemeldet, so werden sie anteilig erfüllt. Die konkreten Schwellen, Fristen und Formeln entnehmen Sie bitte dem Wortlaut von Artikel 75 und der Mitteilung des Emittenten – sie in diesem Beitrag aus dem Gedächtnis wiederzugeben, maße ich mir nicht an, die Plattform verfügt über keine eigene Kopie dieser Werte.

Beim zwangsweisen Ausschluss auf Initiative der Börse entsteht ein solches Rückkaufrecht nicht. Das ist ein grundsätzlicher Unterschied, und er erklärt zugleich, warum eine verspätete Offenlegung beim Emittenten ein Anlass ist, hellhörig zu werden, noch bevor die Mitteilung erscheint.

Nach dem letzten Handelstag

Das Wertpapier geht in den außerbörslichen Handel über. Geschäfte werden mit einem konkreten Gegenüber abgeschlossen – über einen Broker, der eine Gegenpartei findet, oder auf außerbörslichen Plattformen. Der Preis ist hier Verhandlungssache, einen einheitlichen Bezugspunkt gibt es nicht, die Abwicklung dauert länger, und viele Broker berechnen für solche Aufträge einen gesonderten Tarif oder nehmen sie gar nicht erst an.

Die Aktionärsrechte verschwinden dabei nicht. Sie bleiben im Aktionärsregister, nehmen an den Versammlungen teil, erhalten Dividenden, sofern welche beschlossen werden, und die Feststellung der Inhaber folgt derselben Logik des Stichtags: wer die Inhaber wann feststellt. Die nächsten angekündigten Ausschüttungen am Markt – {{dividend_calendar|limit=5}}.

Ein eigenes Szenario ist der Zwangsrückkauf nach Artikel 84.8, bei dem der Inhaber des überwältigenden Anteils den Rest unabhängig von der Zustimmung der Minderheitsaktionäre aufkauft. Das Wertpapier wird aus dem Depot ausgebucht, das Geld wird gutgeschrieben; anfechten lässt sich der Preis, nicht aber die Tatsache des Rückkaufs selbst.

Steuern

Rückkauf und außerbörslicher Verkauf sind eine Veräußerung, das heißt ein Veräußerungsergebnis, von dem die NDFL – die russische Einkommensteuer – einbehalten wird. Die Bemessungsgrundlage wird nach der allgemeinen Regel ermittelt: 13 %. Die Feinheit liegt darin, wer als Steueragent auftritt: Beim Rückkauf durch den Emittenten oder bei einem Geschäft außerhalb des Brokers erfolgt der Einbehalt möglicherweise nicht automatisch, und dann ist die Steuererklärung Ihre Pflicht. Die Vergünstigung für langfristiges Halten wird durch das Delisting nicht aufgehoben, ihre Anwendung hängt jedoch davon ab, wie genau der Ausstieg ausgestaltet ist. Die Grundlagen der Mechanik finden Sie in der Analyse zur NDFL des Anlegers.

Was Delisting nicht bedeutet

Es bedeutet keine Insolvenz: Das Unternehmen arbeitet weiter, und die Finanzberichte sind nach dem Rückzug von der Börse häufig schlicht nicht mehr öffentlich – und das ist das zentrale langfristige Problem für den Inhaber, weil es nichts mehr gibt, womit sich das Wertpapier bewerten ließe. Es bedeutet auch nicht, dass der Wert auf null fällt: Einen Wert gibt es, nur verkündet ihn der Markt nicht mehr. Und es ist für sich genommen kein Grund zur Eile – die Entscheidung, bis zum letzten Handelstag zu verkaufen oder Inhaber eines nicht börsennotierten Unternehmens zu bleiben, hängt davon ab, wozu das Wertpapier gekauft wurde. Diese Frage wird gesondert und ausführlich behandelt: wann man die Strategie wechselt und wann man durchhält.

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Der Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.

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