Point & Figure: das Chart, in dem eine neue Spalte erst nach einer Umkehr entsteht
· 5 Min. · für Einsteiger
Automatisch erstellter Beitrag · Redaktion TradeAlmanacDer Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.
Das Point-and-Figure-Chart („Kreuze und Kreise“) ist eine Methode, den Kurs ohne Zeitachse darzustellen: Eine Spalte aus Kreuzen wächst, solange der Markt steigt, eine Spalte aus Kreisen zieht sich nach unten, solange der Markt fällt, und eine neue Spalte beginnt erst dann, wenn die Bewegung in die Gegenrichtung eine vorab festgelegte Schwelle überschritten hat. Solange der Kurs innerhalb dieser Schwelle schwankt, erscheint im Chart überhaupt nichts – weder eine Markierung noch eine Lücke. Genau das unterscheidet es vom gewohnten Kerzenchart, in dem jedes Intervall eine Spur hinterlässt, unabhängig davon, ob darin etwas geschehen ist.
Kästchen und Umkehrschwelle – die gesamte Mechanik
Ein solches Chart hat Parameter, und beide werden vor dem Zeichnen festgelegt.
Der erste ist die Kästchengröße (Box Size). Das ist der Schritt, den der Kurs zurücklegen muss, damit in der aktuellen Spalte eine weitere Markierung hinzukommt. Legt er weniger zurück, gibt es keine Markierung. Legt er ein Vielfaches des Schritts zurück, kommen gleich mehrere Markierungen hinzu, aber alle in derselben Spalte.
Der zweite ist die Umkehrschwelle (Reversal). Sie wird in Kästchen gemessen und beantwortet die Frage: Wie weit muss der Kurs zurücklaufen, damit das Programm die aktuelle Spalte schließt und daneben eine neue mit umgekehrtem Vorzeichen beginnt? Der klassische Wert dieser Schwelle – derjenige, der in den meisten Handelsterminals voreingestellt ist – ist eine konkrete Zahl; sie hängt von Ihrer Plattform und Ihren Einstellungen ab, und wir nennen sie hier nicht, weil diese Konstante in der Datenbank der Website nicht hinterlegt ist. Sehen Sie in den Einstellungen Ihres Charts nach.
Danach läuft der Algorithmus mechanisch ab:
- Schritt 1. Der Kurs bewegt sich um eine Kästchengröße in Richtung der aktuellen Spalte – eine Markierung kommt hinzu.
- Schritt 2. Der Kurs schwankt um weniger als ein Kästchen – es passiert nichts.
- Schritt 3. Der Kurs läuft um den Betrag der Umkehrschwelle zurück – die Spalte wird geschlossen, rechts daneben beginnt eine neue.
Keiner dieser Schritte hängt davon ab, wie viel Zeit vergangen ist. Eine Umkehr innerhalb eines Tages und eine Umkehr, die Monate gedauert hat, sehen in einem solchen Chart gleich aus.
Was genau weggelassen wird
Weggelassen werden die Zeit und das Rauschen innerhalb eines Kästchens. Eine Seitwärtsphase, in der sich der Kurs in einem schmalen Band bewegt, nimmt im Kerzenchart eine breite Fläche des Bildschirms ein, im Point-and-Figure-Chart schrumpft sie dagegen auf ein paar Spalten zusammen. Umgekehrt wird ein steiler Trend, der sich in kurzer Zeit abgespielt hat, zu einer langen Spalte gestreckt.
Der Preis dieser Vereinfachung ist ein Informationsverlust. Sie sehen nicht, wann genau die Bewegung stattgefunden hat, Sie sehen kein Volumen innerhalb eines Kästchens, und Sie sehen Kurslücken (Gaps) nicht als Unterbrechungen: Die Lücke wird einfach mit Markierungen in derselben Spalte aufgefüllt. Wenn Sie gerade die Mikrostruktur der Abschlüsse benötigen, ist dieser Charttyp nutzlos – dafür gibt es das Tickchart, in dem die Einheit ein einzelner Abschluss ist und nicht ein Kursschritt.
Wie man Signale daraus abliest
Da die Spalten an einem Raster ausgerichtet sind, werden Kursniveaus buchstäblich geometrisch sichtbar. Die wichtigsten Dinge, nach denen man darin sucht:
- Ausbruch über das Hoch der vorherigen Kreuzspalte – der Kurs ist über den Punkt gestiegen, an dem die letzte Aufwärtsbewegung endete.
- Ausbruch unter das Tief der vorherigen Kreisspalte – die spiegelbildliche Situation nach unten.
- Schräge Linien, die man von einem bedeutenden Tief oder Hoch aus entlang der Kästchenecken zieht: Das Raster gibt die einzig mögliche Steigung vor, daher lässt sich eine solche Linie eindeutig konstruieren, ohne künstlerische Willkür – anders als eine Trendlinie im Kerzenchart.
- Breite der Formation – anhand der horizontalen Ausdehnung einer Seitwärtsphase wird mitunter das Ausmaß des anschließenden Ausbruchs abgeschätzt.
Der wichtigste praktische Vorzug liegt hier in der Objektivität der Markierung: Im Point-and-Figure-Chart ist ein Niveau entweder durchbrochen oder nicht, und zwei Menschen mit identischen Einstellungen sehen dasselbe.
Der Unterschied zu Renko
Diese Charts werden häufig verwechselt, weil beide die Zeit ignorieren. Der Unterschied liegt in der Konstruktionsregel: Bei Renko ist jeder Baustein gleich groß und wird in Gegenrichtung erst nach einer Bewegung um eine Bausteingröße gesetzt, die Umkehr kostet also genau einen Baustein. Im Point-and-Figure-Chart sind Umkehr und Schritt voneinander unabhängige Parameter, und die Umkehrschwelle ist in der Regel deutlich größer als ein Kästchen. Deshalb filtert das Point-and-Figure-Chart Schwankungen strenger, während Renko näher am Kurs bleibt. Ausführlicher zur zweiten Konstruktion lesen Sie im Beitrag über Renko-Charts; die allgemeine Einteilung der Darstellungsweisen wird im Glossarbegriff Charttyp erläutert.
Wo sich das Chart eignet
Am sinnvollsten verhält sich ein solches Chart bei Instrumenten mit klarem Trend und ausreichender Liquidität: Bei Wertpapieren aus der Liste russischer Aktien und bei OFZ wird das Raster ohne Aussetzer aufgebaut. Bei selten gehandelten Emissionen füllen sich die Kästchen sprunghaft, und das Bild wird zufällig. Vor dem Einrichten lohnt sich ein Blick auf die Wertpapierkarte – SBER – und die Wahl einer Kästchengröße, die mit der typischen Tagesspanne vergleichbar ist, statt einer runden Zahl „der Schönheit halber“. Die Definitionen der vorkommenden Begriffe finden Sie im Glossar.
Das Point-and-Figure-Chart verschafft für sich genommen keinen Vorteil. Es verschafft Disziplin bei der Markierung: Die Entscheidung darüber, was als Bewegung gilt, wird vor dem Trade getroffen und in den Parametern festgeschrieben.
Zugehörige Instrumente
Der Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.
Modell: claude-opus-5
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