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Verfall: Was am letzten Tag eines Kontrakts passiert

6 Min. · für Einsteiger

Automatisch erstellter Beitrag · Redaktion TradeAlmanacDer Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.

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Verfall: Was am letzten Tag eines Kontrakts passiert — Grundlagen der Geldanlage

Der Verfall ist der Moment, in dem ein Terminkontrakt aufhört zu existieren und alle darin offenen Positionen zwangsweise geschlossen werden: nicht zu dem Kurs, den Sie vor Handelsschluss im Orderbuch sehen, sondern zum Abrechnungspreis, den die Börse nach einem vorab in der Kontraktspezifikation beschriebenen Verfahren ermittelt. „Einfach bis zum Ende halten“ ist deshalb nicht der Verzicht auf eine Entscheidung, sondern eine ganz konkrete Entscheidung: Sie akzeptieren die fremde Methode, den Schlusskurs zu berechnen, und bei einem Kontrakt mit physischer Lieferung zusätzlich die Pflicht, den Basiswert abzunehmen oder zu liefern und ihn mit Geld zu bezahlen, das auf dem Konto möglicherweise gar nicht vorhanden ist.

Was an diesem Tag genau endet

Ein Future und eine Option sind kein Wertpapier, sondern eine Verpflichtung mit Datum. Ein Wertpapier hat an der Börse kein Sterbedatum: Die Aktie lebt, solange der Emittent den Handel nicht verlassen hat. Beim Kontrakt steht dieses Datum vom Moment seiner Einführung an in der Spezifikation, und während seiner gesamten Laufzeit bewegt sich der Kontrakt darauf zu. Der letzte Handelstag ist der Tag, an dem sich die Position noch durch ein Geschäft im Orderbuch schließen lässt. Der Erfüllungstag kann mit ihm zusammenfallen, er kann aber auch später liegen: Die Lücke zwischen diesen beiden Daten ist genau die Stelle, an der der Plan eines Einsteigers am häufigsten scheitert.

Es hilft, eine Unterscheidung im Kopf zu behalten: Der letzte Handelstag betrifft Ihre Möglichkeit auszusteigen, der Erfüllungstag dagegen die Verpflichtung der Börse und der Clearingorganisation, den Kontrakt abzurechnen. Das Erste haben Sie in der Hand, das Zweite nicht.

Barausgleich oder physische Lieferung: der Unterschied, der alles entscheidet

Ein Kontrakt mit Barausgleich verwandelt sich am Tag des Verfalls in Geld. Die Börse nimmt den Abrechnungspreis, vergleicht ihn mit dem Kurs Ihrer Position, und die Differenz läuft ein letztes Mal als Variation Margin über das Konto. Der Basiswert wechselt physisch nicht den Besitzer – Sie haben ihn nie gesehen und werden ihn auch nie sehen.

Ein Kontrakt mit physischer Lieferung verwandelt sich am Erfüllungstag in ein Geschäft mit dem Basiswert. Der Käufer ist verpflichtet, den vollen Gegenwert zu bezahlen, der Verkäufer, den Basiswert selbst bereitzustellen. Die Sicherheitsleistung, die während der gesamten Lebensdauer der Position ausgereicht hat, genügt in diesem Moment nicht mehr: Für die Lieferung wird der volle Betrag oder das volle Volumen an Wertpapieren benötigt.

Warum der Schlusskurs nicht vom Bildschirm stammt

Würde der Verfall nach dem letzten Geschäft abgerechnet, dann hinge der Ausgang des Kontrakts davon ab, wer es in den letzten Sekunden geschafft hat, am billigsten zu verkaufen. Deshalb wird der Abrechnungspreis in der Regel aus dem Durchschnittswert des Basiswerts über einen festgelegten Zeitraum des letzten Tages abgeleitet oder aus einer offiziellen Referenz – einem Wechselkurs, einem Fixing, einem Indexstand. Das konkrete Verfahren ist wiederum in der Spezifikation festgelegt.

Die praktische Folge ist einfach: Am letzten Tag wird der Kurs des Kontrakts zum Basiswert hingezogen, und die Differenz zwischen beiden, die Händler Basis nennen, fällt in sich zusammen. Strategien, die von dieser Differenz gelebt haben, verlieren am Tag des Verfalls ihren Gegenstand.

Was der Broker tut, wenn Sie nichts tun

Der Broker sieht im Voraus, dass ein Kunde einen Kontrakt offen hat, der auf die Erfüllung zuläuft, und dass das Geld für die Lieferung nicht reicht. Die typische Abfolge: zuerst eine Warnung, dann erhöhte Anforderungen an die Sicherheitsleistung, je näher das Datum rückt, dann die Zwangsschließung der Position zum Marktpreis. Die Zwangsschließung ist die schlechteste Art auszusteigen: Sie geschieht zu einem Zeitpunkt, den nicht Sie gewählt haben, und in einem Orderbuch, aus dem die Liquidität bereits in den nächsten Kontrakt abwandert.

Daraus ergibt sich eine Reihenfolge von Schritten, die Sie rechtzeitig vorher abarbeiten sollten.

Schritt 1: In der Spezifikation den letzten Handelstag und den Erfüllungstag finden und beide Daten notieren. Schritt 2: Die Art des Kontrakts klären – mit Barausgleich oder mit physischer Lieferung. Schritt 3: Entscheiden, was Sie tun – die Position vorzeitig schließen oder sie in den nächsten Kontrakt rollen. Schritt 4: Wenn Sie rollen, daran denken, dass das Rollen ein Geschäft ist und keine Verlängerung: Es läuft zu Marktpreisen ab und kostet Geld. Es ist sinnvoll, diese Entscheidung schriftlich festzuhalten: Ein Handelstagebuch ist genau für solche Fälle da, in denen man sich nach einem Quartal an den Grund der Wahl nicht mehr erinnert.

Optionen: Der Verfall ist der Moment der Wahrheit

Der Wert einer Option besteht bis zum letzten Tag aus zwei Teilen: daraus, wie weit sie bereits „im Geld“ ist, und aus der Zeit, die noch bleibt. Am Tag des Verfalls fällt der zweite Teil auf null – übrig bleibt nur der innere Wert. Eine Option, die den Basispreis nicht erreicht hat, verliert an diesem Tag nicht allmählich an Wert, sondern ist schlicht nichts mehr wert.

Ob eine Option „im Geld“ automatisch ausgeübt wird oder Ihre Anweisung erfordert und ob sie vorzeitig ausgeübt werden kann, bestimmen der Stil der Option und die Regeln des Handelsplatzes – und auch das ist in der Spezifikation nachzulesen.

Was der Verfall nicht ist

Er lässt sich leicht mit benachbarten „letzten Tagen“ verwechseln, die eine völlig andere Mechanik haben.

Der letzte Kauftag für die Dividende betrifft Aktien, nicht Kontrakte. Dort endet nichts: Die Abwicklung eines Geschäfts erfolgt nicht am Tag des Geschäfts, sondern am nächsten Handelstag, deshalb gelangen Sie nur dann ins Register, wenn Sie das Wertpapier rechtzeitig vorher gekauft haben. Die nächsten Termine am Markt sind im Dividendenkalender zusammengestellt: {{dividend_calendar|limit=5}}

Ein Delisting ist der Rückzug eines Wertpapiers vom Handel – ein außerplanmäßiges Ereignis, das nicht von vornherein in seiner Konstruktion angelegt ist.

Und schließlich wird die Mechanik der Abwicklung eines Geschäfts selbst – wer wem was übergibt, nachdem der Knopf gedrückt wurde – gesondert im Beitrag über das erste Geschäft erläutert; ohne sie liest sich das Gespräch über die Lieferung wie eine Abstraktion. Die Termine von Unternehmensereignissen und Ereignissen am Terminmarkt lassen sich bequem im Ereigniskalender abgleichen, unbekannte Wörter im Glossar.

Kurzes Fazit

Der Verfall bestraft keinen Fehler – er vollzieht lediglich das, womit Sie sich beim Eröffnen der Position einverstanden erklärt haben. Der einzige Weg, die Art des Kontrakts nicht im unpassenden Moment zu erfahren, besteht darin, die Spezifikation zu lesen, bevor das Datum näher rückt, und den letzten Handelstag sowie den Erfüllungstag schriftlich festgehalten bei sich zu haben.

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Modell: claude-opus-5

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