Benchmark: Womit Sie Ihr Anlageergebnis ehrlich vergleichen
5 Min. · für Einsteiger
Automatisch erstellter Beitrag · Redaktion TradeAlmanacDer Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.
Vergleichen Sie Ihr Anlageergebnis mit dem Portfolio, das Sie ganz ohne Aufwand hätten halten können – und zwar anhand der Gesamtrendite, über denselben Zeitraum, in derselben Währung, mit denselben Ein- und Auszahlungen und nach Abzug der Kosten. Liegt Ihr Anlageergebnis über einem solchen Maßstab, hat der Aufwand etwas gebracht. Liegt es darunter oder ungefähr gleichauf, haben Sie mit Zeit und Nerven für etwas bezahlt, das es fertig zu kaufen gibt. Alles andere an einem Vergleich ist Zurechtbiegen.
Was ein Benchmark eigentlich leistet
Ein Benchmark ist nicht das „durchschnittliche Ergebnis am Markt“ und auch nicht das, „was Profis verdienen“. Er ist die Alternative zu Ihren Entscheidungen: ein Portfolio, das Ihnen ohne Auswahl von Wertpapieren und ohne Wahl des Einstiegszeitpunkts offensteht. In der Regel übernimmt der Performanceindex des eigenen Marktes oder ein börsengehandelter Fonds auf diesen Index diese Rolle – was überhaupt verfügbar ist, sehen Sie im Bereich Fonds.
Der Sinn dieser Konstruktion liegt darin, dass sie die Frage „Hat es sich gelohnt?“ beantwortet. Ohne sie wirkt jedes Anlageergebnis sinnvoll: Über einen Anstieg freut man sich, einen Rückgang erklärt man mit dem Markt. Der Benchmark nimmt Ihnen beide Ausreden auf einmal.
Vergleichbarer Zeitraum
Der Fehler, der einen Vergleich häufiger verdirbt als jeder andere, sind unterschiedliche Zeitabschnitte. Das eigene Anlageergebnis wird ab dem Moment gerechnet, in dem es gut lief, den Index aber nimmt man ab Jahresbeginn. Oder man vergleicht ein Portfolio, das im Frühjahr zusammengestellt wurde, mit dem Index für das volle Kalenderjahr.
Die Regel ist einfach: Anfangsdatum und Enddatum müssen bei beiden Größen übereinstimmen, und der Abschnitt muss feststehen, bevor Sie das Anlageergebnis kennen. Dieselbe Logik gilt auch für die Berichterstattung von Unternehmen – ausführlich dazu der Beitrag über vergleichbare Zeiträume.
Vergleichbare Zusammensetzung
Ein Aktienportfolio lässt sich nicht an einem Anleiheindex messen, und umgekehrt ebenso wenig. Haben Sie ein gemischtes Portfolio, muss auch der Benchmark gemischt sein – zusammengesetzt aus einem Aktienindex und einem Anleiheindex in denselben Anteilen, in denen Sie Aktien und Anleihen halten.
Ein Sonderfall ist Geld, das ungenutzt herumliegt. Es geht in Ihr Anlageergebnis ein, also muss es auch in den Maßstab eingehen: Andernfalls vergleichen Sie den investierten Teil Ihres Portfolios mit einem vollständig investierten Index und gewinnen bei Kursrückgängen aus dem Nichts.
Gesamtrendite, nicht nur der Kurs
Ein Kursindex berücksichtigt keine Dividenden, und der Vergleich mit ihm schmeichelt einem Dividendenportfolio systematisch. Maßstab muss ein Performanceindex sein – also derjenige, der die Ausschüttungen wieder hinzurechnet.
Rechnen Sie auf Ihrer Seite genauso: Erhaltene Ausschüttungen gehen in das Anlageergebnis ein, unabhängig davon, ob Sie sie wieder angelegt oder abgezogen haben. Die nächsten Ausschüttungen am Markt: {{dividend_calendar|limit=5}}, die vollständige Liste finden Sie im Bereich Dividenden.
Bei Anleihen übernimmt die Rendite bis zur Fälligkeit die Rolle der Gesamtrendite, nicht der Kupon und nicht der Kurs – warum gerade sie, erläutert der Beitrag über die Rendite bis zur Fälligkeit.
Einzahlungen und Auszahlungen
Haben Sie Geld nachgeschossen, ist die schlichte Differenz „vorher – nachher“ keine Rendite mehr, und mit dem Index vergleichen lässt sie sich nicht. Eine Einzahlung vor einem Anstieg treibt das Anlageergebnis nach oben, eine Einzahlung vor einem Rückgang drückt es – obwohl Sie gar keine Entscheidungen getroffen haben.
Für den Vergleich mit dem Benchmark brauchen Sie die zeitgewichtete Rendite: Sie misst die Qualität der Entscheidungen und nicht, wie glücklich die Einzahlungstermine lagen. Die geldgewichtete Rendite beantwortet eine andere Frage – nämlich die, was in Ihrem Geldbeutel angekommen ist. Wie beide berechnet werden, zeigt der Beitrag zur ehrlichen Berechnung der Portfoliorendite.
Kosten und Steuern
Ein Index zahlt weder Brokerprovision noch Spread noch Verwahrgebühren, Sie dagegen schon. Deshalb wird das eigene Anlageergebnis nach allen Kosten angesetzt – sonst vergleichen Sie reine Theorie mit schmutziger Praxis zu Ihren eigenen Gunsten.
Steuern führt man korrekterweise in einer eigenen Zeile: Sie hängen von der Art des Kontos und von der Haltedauer ab, nicht von der Qualität der Entscheidungen. Die Bemessungsgrundlage der Steuer bestimmt die Vorschrift 13 %.
Das Anlageergebnis ist noch nicht alles
Den Benchmark schlagen kann man schlicht durch höheres Risiko: Konzentration auf wenige Wertpapiere, Hebel, die Wette auf einen einzigen Sektor. In einem günstigen Zeitraum bringt das einen Vorsprung, in einem ungünstigen einen Einbruch, der tiefer ausfällt als der des Marktes.
Deshalb stellt man dem Anlageergebnis die Tiefe des Drawdowns zur Seite und die Angabe, wie stark das Portfolio geschwankt hat. Ein Portfolio, das den Maßstab mit einem deutlich tieferen Drawdown übertroffen hat, hat ihn nicht durch Können übertroffen, sondern durch die Bereitschaft, etwas auszuhalten.
Und gesondert: Die Multiplikatoren eines einzelnen Wertpapiers – etwa 3,71 bei {{instrument:SBER}} – haben mit dem Vergleich eines Portfolios mit dem Benchmark nichts zu tun. Sie sind ein Werkzeug für die Auswahl eines Wertpapiers, nicht für die Beurteilung des Anlageergebnisses; in welcher Reihenfolge solche Prüfungen ablaufen, beschreibt der Beitrag zum Vergleich von zwei Unternehmen.
Ablauf der Prüfung
Schritt 1 – Legen Sie den Abschnitt fest: Anfangsdatum, Enddatum, keinerlei nachträgliche Verschiebungen.
Schritt 2 – Stellen Sie den Maßstab nach Ihrer eigenen Zusammensetzung zusammen: Anteile von Aktien, Anleihen und Geld wie bei Ihnen, als Indizes dienen Performanceindizes.
Schritt 3 – Berechnen Sie Ihre zeitgewichtete Rendite nach Kosten.
Schritt 4 – Stellen Sie den Drawdown Ihres Portfolios und den Drawdown des Maßstabs für denselben Abschnitt nebeneinander.
Schritt 5 – Wiederholen Sie das Ganze auf derselben Grundlage. Ein kurzer Abschnitt sagt über die Qualität der Entscheidungen so gut wie nichts aus: Der Zufall wiegt darin schwerer als das Können.
Was ein Benchmark nicht zeigt
Er sagt Ihnen nicht, ob sich Ihr Vorsprung wiederholen wird, und er trennt Können nicht von Glück – dafür braucht es eine lange Reihe von Vergleichen auf unveränderter Grundlage. Er berücksichtigt Ihre persönlichen Umstände nicht: den Anlagehorizont, den Bedarf an Geld, die Toleranz gegenüber einem Drawdown. Und er sagt nichts über die Zukunft aus – weder über Ihre noch über seine eigene.
Die Berechnungen ohne Risiko für Ihr Geld zu überprüfen, gelingt bequem mit einem Musterportfolio: Wie das aufgebaut ist, beschreibt der Beitrag über das Demokonto.
Zugehörige Instrumente
Der Entwurf wurde von einem Sprachmodell anhand der Daten der Plattform erstellt; ein Redakteur hat ihn nicht gelesen.
Modell: claude-opus-5
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